Medienkonzept

Das bereits seit Jahren vorliegende und ständig weiterentwickelte Schulprogramm der Hauptschule Tecklenburg enthält in den spezifischen Beiträgen der einzelnen Fachbereiche/Fächer eine Fülle von Hinweisen zum Lernen mit „traditionellen“ und teilweise auch „neuen“ Medien. Ziel dieser Darlegung zum Medienkonzept soll sein,

 

  • im Hinblick auf bislang eingesetzte Medien innerschulisch (ggfls. auch außer-­

           schulisch) eine erhöhte Transparenz zu schaffen

 

  • den Versuch einer stärkeren Systematisierung aller im Unterricht einge­setzten Medien zu starten

 

  • die notwendige Optimierung im Bereich der Medienpädagogik durch konkrete Planung von Fortbildungsmaß­nahmen und Ausstattungsverbesserungen zu realisieren.

 

Vor einigen Jahren wurde im Rahmen einer Lehrerkonferenz ein Lehrerteam gebil­det, das in der Folge in einer weiteren Konferenz einen phasenstrukturiertes mög­liches Arbeits- und Ablaufschema als Grundlage für den weiteren Diskussions- und Entscheidungsprozess vorlegte.

 

Ergebnis:

1)     Definition: Medien im Sinne dieses Konzeptes sind vorwiegend die audio-visuellen und digitalen Medien (16mm- und VHS-Videofilme, Tonträger, CD’s, DVD’s, Computerprogramme).

2)      Eine Beschränkung auf nur bestimmte Jahrgangs-(Doppel-)Stufen ist wenig sinnvoll. Im Sinne einer umfassenden Beschreibung werden daher die Unter­richts­vorhaben aller Jahrgangsstufen erfasst.

3)      Die im BLK-Orientierungsrahmen „Medien in der Schule“ genannten Leitideen, Ziele und Inhalte der Medienpädagogik („sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer von Medien durch­drungenen Welt“) sind angemessen und bedürfen keiner Modifikation.

4)     Sich daraus ergebende Aufgabenbereiche der Medienpädagogik (s. dazu Übersicht der medienpädagogisch relevanten Unterrichtseinheiten) bilden den Hintergrund einer systematischen Erfassung der entsprechenden Unter­richtsinhalte. Diese Aufgabe wiederum sollte von den jeweiligen Fachkon­ferenzen übernommen werden.

5)      Auf der Grundlage der vorliegenden Unterrichtsthemen mit medien­erzie­he­ri­schen Bezügen sollen zukünftige medienpädagogische Aktivitäten geplant werden. Dazu wird es auch der Formulierung eines Fortbildungs- und Ausstattungskonzeptes bedürfen.

 

Eine erste Auswertung der von den jeweiligen Fachkonferenzen zusammengestellten entsprechenden Projekte/Unterrichtseinheiten ergab, dass der medienpädagogische Auftrag der Schule zunehmend über die „neuen“ Medien wahrgenommen wurde. 16mm-Filme werden nur noch sehr selten eingesetzt. Toncassetten und Videofilme, werden weniger, die „neuen“ Medien wie CD`s, DVD`s, interaktive Com­puterprogramme  inzwischen überwiegend genutzt.  Zur Ausstattung mit Computern wird auf das unten stehende Kapital „Medienausstattung“ verwiesen.

Weitere mo­dernere Geräte wie digitale Video- und Fotokameras stehen ebenfalls seit Jahren zur Verfügung.

Aus der oben beschriebenen Bestandsaufnahme zur „medienerzieherischen Aus­gangslage“ wurde eine Übersicht aller medienpädagogischen Vorhaben entwickelt, aus denen zukünftig Unterrichtseinheiten/Projekte ausgewählt werden können und sollen.

 

 

Fast alle  Unterrichtseinheiten sind erprobt und z.T. auch aus­führ­lich durch die jeweilige Fachkonferenz dokumentiert. Weitergehende Informationen zu den Zielvorstellungen, Lernvoraussetzungen, ggfls. eine Ablaufskizze, Rahmen­aspekte (zeitliche Einteilung, zeitlicher Umfang) sowie allgemeine Einschätzungen (Lernerfolg, Schwierigkeiten, Empfehlungen) liegen der Fachkonferenz vor bzw. können von der jeweiligen Fachkonferenz angefordert werden. Auf eine differenzierte Darstellung dessen an dieser Stelle wurde aus Gründen der Arbeitsökonomie bewusst verzichtet, was auch angesichts der Fülle der oben aufgeführten Unterrichts­einheiten mit Medienbezug wenig sinnvoll erscheint.

Allerdings haben einzelne Fachkonferenzen (z.B. Erdkunde) eigens einen Medienordner als Planungshilfe angelegt. Dieser ist unterteilt nach unterrichts­vorbereitenden und im Unterricht einsetzbaren Medien. Andere Fachkonferenzen haben diese Anregung aufgenommen und planen ebenfalls die Einrichtung eines Medien-Ordners.

 

 

Umsetzung in einen schulinternen Rahmenplan

Aus der Übersicht aller medienpädagogisch relevanten Unterrichtsreihen/-inhalte wird von der jeweiligen Fachkonferenz zu Beginn eines Schuljahres ein interner Rahmenplan zur Medienerziehung abgestimmt. Dabei wird festgelegt, welche Projekte in welchen Jahrgängen durchgeführt werden sollen und wie ggfls. die notwendige Abstimmung sichergestellt werden kann. Dieser Übereinkunft gilt immer nur für ein Jahr. Hier gilt es durch ständige Anpassung und Erweiterung  die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Lerngruppen, aber auch gesellschaftliche wie auch technische Entwicklungen zu berücksichtigen. Eine kontinuierliche Ergänzung und Überarbeitung der Medien-Ordner ist daher unerlässlich.

 

 

Fortbildungs- und Beratungsbedarf

Der Einsatz insbesondere der „Neuen Medien“ ist insbesondere für die jüngeren KollegInnen eher selbstverständlich. Fortbildungsbedarf besteht für einen Teil der älteren KollegInnen, die bislang die vielfältigen Angebote (örtliche VHS, Lernwerk­stätten im Rahmen der Lehrerfortbildung auf Schulamtsebene u.a.)  nur z.T. genutzt haben. Hier sind hinsichtlich der Grundlagenschulung, der Anwenderschulung wie auch der speziellen fachlichen Anwendungen die Fortbildungsmöglichkeiten zu nutzen.

Im Rahmen der kollegiumsinternen Fortbildung werden nicht nur mehrstündige Seminare angeboten, bei Bedarf werden kurzzeitig immer wieder Erfahrungen ausgetauscht, Tipps und Hinweise gegeben. Externe Berater (e-teams) wurden bislang noch nicht konsultiert.

 

Medienausstattung

 

Die Hauptschule Tecklenburg verfügt seit 2010 über einen komplett eingerichteten Computerraum (30 Thin-Clients; Windows- und TfK-Server, Beamer, Farb-/La­serdrucker, Scanner etc.) sowie im Raum 27 über ein Selbstlernzentrum mit vier internetfähigen PC (auch als zusätzl. Raum für den Französisch-Unterricht) und im Berufsorientierungsbüro über eine Medienecke mit insgesamt 5 Computern (mit Internetzugang). Weiterhin sind fast alle Klassen mit jeweils zwei Thin-Clients für den Internetzugang sowie die Nutzung von Standardsoftware ausgestattet.

Ergänzend verfügt die Schule über insgesamt fünf netzwerkfähige Laptops und zwei Beamer für den mobilen Einsatz in den Klassen.

Dem Kollegium stehen in zwei verschiedenen Räumen insgesamt vier vernetzte PC zur Verfügung. Der Verwaltung stehen drei PC zur Verfügung, verbunden mit digitalen Bildschirmen im Lehrerzimmer und in der Pausenhalle.

Die intensive Nutzung der Neuen Medien bedingt naturgemäß auch einen erhöhten Wartungsaufwand. Dieser konnte zu einem nicht geringen Teil durch eigene Anstren­gungen geleistet werden.  

Inzwischen wurden zwei Wartungsverträge (Euregio-Systems: Enterprise-Server für den Schülerbereich und Fa. Bunsiek & Partner für Verwaltung/Netzwerkad­ministration) geschlossen.

 

Weiterhin sind alle Klasse mit einem Medienschrank ausgestattet. Dieser besteht aus einem DVD-Player, Audioanlage und einem Monitor. Teilweise sind VHS-Videorecorder vorhanden. Ebenso existieren zwei kombinierte DVD-/VHS-Recorder zur Digitalisierung von VHS-Kassetten.

 

 

 

Weitere Verankerung im Schulprogramm

Das Medienkonzept wird künftig - wie das Schulprogramm insgesamt - einer stän­digen Evaluation unterzogen. Dazu wird es notwendig sein, dass in den jeweiligen Fachkonferenzen regelmäßig die Fortschreibung der Mediennutzung/-möglichkeiten thematisiert wird. Dies ist auch im Hinblick auf die Ausstattungsplanung und –erweiterung unabdingbar, da auf diese Weise eine vorausschauende Budgetverwaltung sichergestellt ist.